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Wo ist das in Ellefeld?

Das Motiv unseres neuen Foto-Rätsels führt uns zu einer Kunstrichtung, die „Jugendstil“ genannt wird und die in den zwanzig Jahren zwischen 1890 und 1910 in vielen europäischen Ländern verbreitet war.


Der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete Historismus hatte in der Gebäude-Architektur wie in der Innenarchitektur (Möbel) und auch in der Kleidung historisch überlieferte Formen verarbeitet und war zu einer überladenen, bombastisch überschwänglichen Formenvielfalt gelangt. Künstler in vielen europäischen Ländern strebten in einer Gegenbewegung einen Wandel an. Die in München von Georg Hirth 1895 herausgegebene Zeitschrift „Die Jugend“ wurde zum Sprachrohr und zum Namensgeber dieses Wandels. Der Jugendstil bemühte sich um eine Integration der Kunst in den Alltag, von profanen Gebäuden über Möbel und Haushaltsgegenstände bis zu Schmuck und Glaswaren. Im Gegensatz zum Maschinenzeitalter und zur Industrialisierung suchte man Ideen in der Natur, aber auch in der Mystik und ganz allgemein im „Schönen“. Dekorativ geschwungene Linien in Form von wallenden Pflanzenranken, Lilien, Seerosen oder auch von Schwänen, verbunden mit geometrischen Formen und menschlichen Ideal-Gestalten. Anklänge der Jugenstil-Architektur finden sich neben Gebäude-Fassaden in unserer Gegend vor allem in Gartenlauben und Holz-Veranden.

Ein solches Beispiel stellen wir Ihnen vor. Kennen Sie den Standort?

Text und Foto: Horst Teichmann