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Aktuelles – Das ändert sich 2022

Inhalte aus AMT24 | Lebenslagen

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation, zu Hilfeleistungen und Erleichterungen für besonders betroffene Bürger und Unternehmen lesen Sie in der Amt24-Lebenslage "Notlagen und Opferhilfe"
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Aktuelles, Amt24-Signet

Steuern und Abgaben

Fahrzeug und Verkehr

Umwelt und Energie

Soziales

Grundsicherung

Wer auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II angewiesen ist, bekommt ab Januar 2022 mehr Geld. Alleinstehende Erwachsene erhalten dann EUR 449,00 im Monat – drei Euro mehr als bisher. Die Regelsätze für Kinder und Jugendliche steigen ebenfalls. [...]

Quelle: Bundespresseamt
Pressemitteilung

Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn ist zum Januar 2022 von EUR 9,50 pro Stunde auf EUR 9,82 gestiegen. Die Anhebung beruht auf dem Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 30.06.2020. Bis Anfang Juli steigt der gesetzliche Mindestlohn weiter auf EUR 10,45 pro Stunde und zum 1. Oktober wurde der gesetzliche Mindestlohn auf EUR 12 pro Stunde festgelegt. [...]

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Fragen und Antworten

Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag, den Familien mit geringem Einkommen zusätzlich zum Kindergeld erhalten, steigt um vier Euro. Ab Januar 2022 beträgt der Höchstbetrag EUR 209,00 monatlich.

Quelle: Bundesarbeitsagentur
Weitere Informationen

Unterhaltsvorschuss

Die finanzielle Unterstützung vom Staat für Alleinerziehende, die für ihr Kind keinen oder nicht regelmäßig Unterhalt erhalten, wird analog zum Mindestunterhalt ebenfalls angehoben. Der Höchstbetrag liegt dem Bundesfamilienministerium zufolge ab Januar 2022 je nach Alter des Kindes zwischen EUR 177,00 und EUR 314,00.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Unterhaltsvorschuss

Teilhabe bei Behinderung

Menschen mit Behinderungen sollen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Mit dem Teilhabestärkungsgesetz werden die Chancen am Arbeitsmarkt erhöht, der Zugang zu einer regulären Ausbildung ermöglicht und der Schutz vor Gewalt verbessert.

Quelle: Bundespresseamt
Weitere Informationen

Wohngeld

Das Wohngeld erhöht sich zum Januar 2022 erstmals automatisch und wird danach alle zwei Jahre entsprechend der Miet- und Einkommensentwicklung angepasst. Dadurch können viele einkommensschwache Haushalte weiter Wohngeld beziehen, die sonst aufgrund von Einkommenssteigerungen möglicherweise keinen Anspruch mehr gehabt hätten. Weniger Menschen müssen zu Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe wechseln, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Quelle: Bundespresseamt
Pressemitteilung

Rechengrößen für Sozial- und Rentenversicherung

Die Beiträge für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung haben sich 2022 leicht verschoben. Nach Angaben des Bundesministerium für Arbeit uns Soziales werden in Westdeutschland bis zu einem monatlichen Einkommen von EUR 7.050 (bisher EUR 7.100 ) Beiträge fällig, in Ostdeutschland bis EUR 6.750 (bisher EUR 6.700). Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung stieg demnach zu Jahresbeginn auf bundeseinheitlich EUR 5.362,50 monatlich. Zuvor lag sie bei EUR 4.837,50.

Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt weiterhin 18,6 Prozent in der allgemeinen Rentenversicherung und 24,7 Prozent in der knappschaftlichen Rentenversicherung. Der Beitrag in der Alterssicherung der Landwirte wird für das Kalenderjahr 2022 monatlich EUR 270,00 (West) beziehungsweise EUR 260,00 (Ost) betragen.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit uns Soziales
Pressemitteilung

Elektronisch arbeitslos melden

Seit Januar 2022 können sich Betroffene online arbeitslos melden. Eine persönliche Arbeitslosmeldung vor Ort bleibt der Arbeitsagentur zufolge aber möglich. [...]

Quelle: Bundespresseamt
Pressemitteilung

Arbeit

Mindestvergütung für Auszubildende

Der "Mindestlohn für Azubis", der 2020 eingeführt wurde, wird angehoben. Das bedeutet für alle, die 2022 eine Lehre beginnen, dass sie mindestens 585 Euro pro Monat erhalten. Das sind 35 Euro mehr, als Azubis im ersten Lehrjahr 2021 verdienten. Im zweiten Lehrjahr steigt die Mindestvergütung um 18 Prozent, im dritten um 35 Prozent und im vierten um 40 Prozent.

Quelle: Bundespresseamt
Pressemitteilung

Minijob-Grenze

Ab Oktober 2022 wird die Minijob-Verdienstgrenze, angepasst an den erhöhten Mindestlohn, von EUR 450 auf EUR 520 durchschnittlich steigen. Dabei soll sich die Grenze an einer wöchentlichen Arbeitszeit von 10 Stunden orientieren. Die Minijob-Grenze soll zukünftig an etwaige Erhöhungen des Mindestlohns angepasst werden.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Fragen und Antworten

Pflege

Entlastung für Pflegekräfte und Pflegebedürftige

Pflegebedürftige erhalten seit 01.01.2022 von der Pflegeversicherung Zuschläge zum pflegebedingten Eigenanteil: Im ersten Jahr fünf Prozent des pflegebedingten Eigenanteils, im zweiten Jahr 25, im dritten Jahr 45 und danach 70 Prozent. Bezogen auf einen bundesdurchschnittlichen Eigenanteil von rund EUR 930,00 berechnet der PKV-Verband für Pflegebedürftige mit vollstationärer Pflege im Durchschnitt folgende Entlastungsbeträge durch die Pflegekasse:

  • ab dem 1. Monat EUR 45,55 (5 % des pflegebedingten Eigenanteils)
  • ab mehr als 12 Monaten EUR 227,75 (25 %)
  • ab mehr als 24 Monaten EUR 409,95 (45 %)
  • ab mehr als 36 Monaten EUR 637,70 (70 %)

Die Kurzzeitpflege werde deutlich ausgebaut. Dafür steige der Leistungsbeitrag der Pflegeversicherung um zehn Prozent.

Die Pflegereform werde auch die Situation der Pflegekräfte verbessern. Sie dürften nunmehr nur noch nach Tarif bezahlt werden. Außerdem werde der Personalbedarf anhand der jeweiligen Bewohnerstruktur für jedes Heim angemessener berechnet.

Quelle: PKV-Verband
Pflegereform

Steuern und Abgaben

Grundfreibetrag steigt

Für alle Steuerzahler steigt der Grundfreibetrag, auf den man keine Steuern zahlen muss. 2022 liegt er bei EUR 9.984 statt bisher EUR 9.744. Die Grenze, ab der der 42-prozentige Spitzensteuersatz fällig wird, steigt leicht auf ein Jahreseinkommen von EUR 58.597. Außerdem dürfen Alleinerziehende höhere Unterhaltsleistungen bei den Steuern abziehen.

Quelle: Bundestag
Pressemitteilung

Existenzminimum steuerfrei

Ledige zahlen 2022 erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als EUR 9.948 im Jahr Einkommensteuer. Das Existenzminimum für Erwachsene ist damit steuerfrei. Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag.

Quelle: Bundesfinanzministerium
Pressemitteilung


Fahrzeug und Verkehr

Innovationsprämie verlängert

Die Innovationsprämie für Kraftfahrzeuge wird bis Ende 2022 verlängert. Darauf weist das Bundeswirtschaftsministerium hin. Käufer von reinen E-Fahrzeugen würden weiter bis zu EUR 9.000 Euro Förderung erhalten. Für Plug-in-Hybride sei ein Zuschuss von bis zu EUR 6.750 möglich. Die CO2-Emissionsgrenze von 50 Gramm pro Kilometer bleibe bestehen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Pressemitteilung

EU-Führerschein: Erste Umtauschfrist läuft ab

Wurde Ihnen der Führerschein vor dem 19.01.2013 ausgestellt, müssen sie ihn gegen den neuen EU-Führerschein eintauschen. Das geschieht stufenweise, und die erste Frist endet zum 19.01.2022. Sie gilt für die Altersklasse von 1953 bis 1958. Der neue einheitliche und fälschungssichere EU-Führerschein im Scheckkartenformat hat eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren.

Quelle: Bundesverkehrsministerium
Pressemitteilung


Umwelt und Energie

EEG-Umlage deutlich geringer

Die Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) sinkt von 6,5 auf 3,723 Cent pro Kilowattstunde. Das gaben die vier Übertragungsnetzbetreiber bekannt. Grund der Reduzierung um mehr als 40 Prozent: Die Förderung von erneuerbaren Energien wird seit 2021 teilweise durch den Bundeshaushalt finanziert. Gespeist wird dies durch Erlöse der in 2021 eingeführten CO2-Bepreisung sowie des Konjunkturpakets.

Quelle: Bundespresseamt
Pressemitteilung

Einweg-Plastik-Verbot

Bereits seit Juli 2021 ist es in der ganzen EU eine Ordnungswidrigkeit, bestimmte Artikel aus Einwegplastik zu verkaufen – nämlich Besteck und Teller, Trinkhalme, Wattestäbchen, Luftballon-Halter, Rührstäbchen etwa für den Kaffee sowie Styroporbecher und -behälter für Essen zum Mitnehmen.

Quelle: Bundespresseamt
Pressemitteilung

*) Um verständlich zu bleiben, beschränken wir uns auf die verallgemeinernden Personenbezeichnungen, sie beziehen sich immer auf jedes Geschlecht – die Redaktion.

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Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24. 04.04.2022